Schaltungen zur Motorsteuerung
 

Versorgung der Fahrzeuge

Kleinfahrzeuge fahren meistens mit 1,2 Volt. (1 Akkuzelle)
LKW und Busse sind in der Regel mit 2,4 Volt ausgerüstet. (2 Akkuzellen)
Funk- oder infrarotgesteuerte Fahrzeuge dagegen mit 3,6 - 4,8 Volt (3-4 Zellen)
Daraus ergeben sich unterschiedliche Anschlussarten.


Standartschaltungen bei Car-Systemen

Da für die kleinen Fahrzeuge nur ein einfacher Reedschalter verwendet wird,
muss mit einem kleinen Magneten der Motor eingeschaltet werden.
Durch die Haltespule in der Straße wird dieser Magnetismus außer Kraft gesetzt und der Schalter geht wieder aus. Dieses muß sehr sorgfälltig eingestellt werden.

Häufiges Problem bei Faller ist die Polung.

Das Fahrzeug bleibt hinter der geplanten Stelle stehen. Der Magnet ist falsch herum eingebaut, NORD/SÜD vertauscht, oder er sitzt auf der falschen Seite des Reedschalters.


Einfache Motorschaltung                     Mit Bremsung des Motors (EMK-Bremse)

Wenn ein großer Motor oder ein schweres Fahrzeug verwendet wird, kommt es vor, dass diese Fahrzeuge über die Haltestelle hinweg rollen.

Das wird durch die zweite Schaltung verbessert. Wenn das Autos rollt erzeugt der Motor eine Spannung. Durch den Umpolreedschalter wird diese Spannung kurzgeschloßen. Damit bleibt das Auto sofort stehen ohne nach zulaufen.

Erweiterung mit Sonderfunktionen
Verschiedene Elektronikschaltungen ermöglichen das Verhalten zu verbessern
  • Ausrollen vor dem Stillstand
    Damit bremst das Fahrzeug herunter doch im letzten Moment rollt es aus. Bremsweg je nach Motor und Modellgewicht 1-3 cm
  • Bremsweg einstellbar
    Mit einem Regler kann der Bremsweg eingestellt werden. Es ist auch machbar Bremslicht aufleuchten zu lassen. Das Bremslicht ist wenige Sekunden in Betrieb, somit wird Akkustrom gespart. Das ergibt längere Fahrzeiten.
  • Beschleunigung / Lastabhängig
    Damit wird das Fahrzeug in Steigungen und sehr engen Kurven langsamer.
    (bei Überschreitung der Grenzwerte: Stillstand)
  • Beschleunigung / Lastabhängig regelbar
    Diese Elektronik verhindert den Stillstand


    Umrüstung oder Erweiterung der Faller-Fahrzeuge

    Es können einige Sonderfunktionen in Car-Systemautos installiert werden
    z.B. Bremslicht bei Fahrzeugen mit einfachen Motoren.

    Die Fahrzeuge können auch mit einer Funk- oder Infrarotsteuerung nachgerüstet werden.
    Da hierzu in der Regel mehr als 2,4 Volt benötigt werden, muss die Spannung für den Motor angepasst werden.


    Es gibt 3 Möglichkeiten die Fahrzeuge z.B. mit InfraCar nachzurüsten:

    1. Decoder mit Spannungswandler hierbei wird der Motor an den üblichen
       2,4 Volt betrieben.
       Das Fahrzeug wird in der Höchstgeschwindigkeit etwas langsamer sein als vorher.
       Durch die Elektronik erhält der Motor nur eine Spannung auf ca. 2 V.

    2. Decoder ohne Spannungswandler und dafür 3-4 Akkuzellen (3,6-4,8 V).
       Der Motor wird mit Dioden angepasst. 1-3 Dioden ca. 0,7 - 2,1 Volt
       So bekommt der Motor mehr Spannung und das Fahrzeug hat ein besseres Regelverhalten.

    Wenn eine automatische Steuerung oder der Mischbetrieb mit weiteren Fallerfahrzeugen vorgesehen ist, sollte der Reedschalter beibehalten werden.

    Die Dioden können direkt am Motor angelötet werden. Wichtig ist die Freilaufdiode zwischen den beiden Motorpolen. Diese dient dem zum Schutz der Elektronik und ist umgekehrt zur Stromversorgung angeschlossen.
    Bei Funkfernsteuerungen wird ein Fahrregler benötigt. An diesem wird ein Motor mit beiden Polen angeschlossen. Ist der Motor nicht für 3,5 Volt ausgelegt, wird die Spannung mit jeweils 2 Sätzen aus 2 Dioden reduziert.


    Stand: 11.99 - 04.05
       
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